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Wie so viele Ortschaften hat auch Oldendorf / Luhe sein Dorfgemeinschaftshaus, das Dörphus. Dieses hat in seiner fast 50-jährigen Geschichte schon einige Änderungen erfahren müssen. Begonnen hat alles mit der Einweihung der neuen Schule am 17. Oktober 1958. Ein Meilenstein, denn erstmalig war die Schule nicht mit einem Wohnhaus gekoppelt, sondern ein eigenständiges Gebäude. Hier wurden nun zusätzliche verbesserte Räumlichkeiten, in den anfänglich die Lehrer Carl Carlberg und Gerhard Koch unterrichteten, den Schülern angeboten. Bis 1970 lief der Schulbetrieb aber auch noch parallel im alten Schulgebäude (jetziges Wohnhaus Koch).
Die Schüler fühlten sich wohl (soweit man das von einer Schule sagen kann), hatten aber zum Teil nicht sehr lange das Vergnügen. Ab 1962 gingen fünf Schüler nach Amelinghausen in die 9. Klasse. 1963 folgten die Schüler der 7. und 8. Klasse und 1969 gingen auch das 5. und 6. Schuljahr nach Amelinghausen. 1970 besuchten 45 Schüler der 4. bis 9. Klasse die Schule in Amelinghausen, nur 38 verblieben in den untersten Klassen im Dorf. Mit Beginn des neuen Schuljahres am 11.7.1973 endeten mehrere Jahrhunderte Dorschulgeschichte, und damit auch die Schulgeschichte vom Dörphus.

Nachdem der Schulbetrieb in Oldendorf im Jahre 1973 unter großem Protest der Eltern eingestellt wurde, zog der Spielkreis, der in den letzten Jahren in der alten Schule residierte, in das Schulgebäude ein, somit wurde das Haus zum Kindergarten. Neben dem Spielkreis fanden nun aber auch bereits Dorfveranstaltungen in diesem Haus statt, was aber nicht ganz unproblematisch war: Immer wenn dort etwas stattfand - zum Beispiel das Faslamsfest - mußte alles ausgeräumt werden. Dieses geschah in der Regel so, daß alles auf einen Anhänger geladen wurde, der wurde dann in einer Scheune abgestellt, und nach der Feier wieder entladen. Ein doch recht aufwendiges Verfahren, welches heute nicht mehr denkbar wäre. So entschied der Gemeinderat 1993, einen Eingruppen- Kindergarten für 25 Kinder an die Schule anzubauen. Dieser wurde am 11. November 1994 eingeweiht.Die Schule stand nun leer.
Nun begann eine etwas unruhigere Zeit. Das Dörphus wurde des öfteren vermietet, ohne das dieses Haus den neuen Gegebenheiten angepasst wurde. Lautstarke Feten störten die Anlieger, bis es eines Tages zu einem Eklat kam: Die Feier war sehr lautstark, alle Fenster weit offen, und die anliegenden Gärten der Nachbarn wurden für die nach Getränkekonsum notwendigen Entleerungen benutzt. Danach waren bis auf weiteres alle Feiern abgesagt, und es wurden Überlegungen zum Umbau des Hauses angestellt. Es wurde eine Lüftung angebaut, schalldichte Fenster installiert, eine Theke aufgebaut, Mobilar beschafft und auch sonst alles neu gemacht.

Dieses wurde wieder alles von der Dorfbevölkerung - Federführend war der Faslamsverein - in hervorragender Weise durchgeführt.
Neben den "Kindern, die aus dem Fenster schauen, stellte er auch das "Dorfleben" mit den Schützen und den Faslamsbrüdern dar. Die Feuerwehr (gehört natürlich auch zum Dorf) wurde auf dem Bild bewußt weggelassen, sie hat ein eigenes Bild von Werner im Feuerwehrhaus.

Heute ist das Dörphus nicht mehr wegzudenken, fast jeder Oldendorfer hat dort schon (mit)gefeiert.

Die Oldendorfer sind stolz auf dieses Haus, denn es steckt auch sehr viel Oldendorfer Arbeitsleistung in unserem "Dörphus"
Neben dem jährlichen Faslam wird nun das Dörphus auch für private Feiern vermietet. (mietbar bei Frank Koch, Tel. (04132 8028). Verschönert wurde das Gebäude auch durch 2 Werke unseres Graphikers Werner Harders (unten im Bild in der Mitte, am Rande eines der beiden Kunstwerke)
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